Ein Pfeilwerfer aus Hinterzarten
warf 180 unlängst beim Darten.
Doch dann in Turnieren
sah man ihn verlieren.
Der Tripple, er ließ auf sich warten.
Ein Pfeilwerfer aus Hinterzarten
warf 180 unlängst beim Darten.
Doch dann in Turnieren
sah man ihn verlieren.
Der Tripple, er ließ auf sich warten.
Da stehst Du nun, ich muss mich dran gewöhnen,
und passe auf, dass Du nicht wieder fällst,
auf Deinem Weg das Gleichgewicht behältst.
Nichts weißt Du mehr von Deinen Töchtern, Söhnen.
Uns Kindern, denen Du die Welt erklärtest,
uns bleiben Drohgebärden, wirre Zeichen,
Signale, die uns nicht wie sonst erreichen.
Wir hören jetzt, wie Du erneut verhärtest.
Wie damals fast, es war nicht immer witzig.
Wir wagten oft nicht, uns vom Fleck zu rühren.
Im Rückblick war da Angst mehr als Respekt.
In Deine wachen Augen schauend sitz ich
Dir gegenüber und versuch zu spüren,
was zwischen Dir und mir an Nähe steckt.
Zwei Apotheker, die zu Weihnachten
über Geschäft und Arznei wachten,
vernahmen manchen Kunden weinen,
ob kleiner Wunden. Keinen
der zwei wollt man beneiden.
War keine Wonne. Beiden
wurd klar, es braucht die Wende.
Denn Leben ist nicht Dividende.
Und heute über Fieber leiern?
Da gingen sie doch lieber feiern.
Ein Schlagerstar schmalzte in Herne:
“Ach, Mädels, ich zeig Euch die Sterne,
wenn nach dem Konzert
noch wer mit mir fährt.”
Doch wollte das keine so gerne.
Ein Dichter aus Wernigerode,
ein Meister in Haiku und Ode,
sprach: “Limericks schreiben?
Lass ich lieber bleiben.
Das langweilt die Leser zu Tode.”
Ich würde es so gern wie sonst genießen.
Gewiß, die Aussicht ist phantastisch.
Die Berge wirken jetzt erstaunlich plastisch
mit ihren Schatten, die hangaufwärts fließen.
Erinnerst Du Dich? Letztes Jahr, wir stießen
an diesem See auf unser Wohl an. Drastisch!
Als wenn es gestern wäre. Heute tast’ ich
die Knoten ab, die in der Leiste sprießen.
Die Sonne blendet jetzt nicht mehr, ich hebe
die Kappe ab, sie macht mich eh zum Affen.
“Es muss nicht jeder sehen, wie ich lebe.”
Du setzt Dich zu mir und wir spielen Karten.
Vielleicht, mit etwas Glück, ist es zu schaffen.
Ich hebe ab, Du gibst, wir werden warten.
Ich weiß, Du bist beruflich stark gebunden.
Die Welt, in der wir leben, ist geborgt.
Und dass sich nur ein Bruchteil aller Menschen sorgt
um das, was uns’re Welt erhält, wieviele Stunden
hab’ ich mit Dir darüber diskutiert?
Wie oft hast Du mir eindrucksvoll geschildert,
dass nur derjenige das Elend mildert,
der sich global für Menschen engagiert?
Dein Engagement, ich weiß es sehr zu schätzen.
Doch bitte, Schatz, was haben wir von Dir?
Du bist nicht da, wenn wir Dich gerne sähen.
Wir sehen Dich zu Weltkongressen hetzen.
Ich tränke jetzt so gern mit Dir ein Bier
im Garten – und … wir müssten Rasen mähen.
copyright by Harry Boldt
“Der Mensch ändert sich.”
“Quatsch!”
“Das sagst Du immer.”
copyright by Harry Boldt
Ein pfälzisches Fräulein aus Bitzen
liebt Becker bei Mitternachtsspitzen.
Mit Hirschhorn geschmückt
sieht man sie verzückt
am Fernseher splitternackt sitzen.
copyright by Harry Boldt