Ein ganz normaler Tod.

Ein letztes Mal krümmte sich der Junge in ihrem Arm. Durch die flatternden Lippen seines halbgeöffneten Mundes ertönte ein hell pfeifendes Geräusch und sie spürte wieder, wie seine Exkremente sich in ihren Schoß ergossen. Dann war es still.

Von draußen drangen die Rufe streitender Kinder in die Hütte. Ihr Rücken schmerzte. Sie hatte lange auf der Kante der Matratze gesessen und schob ihren Sohn nun neben sich. Zwei Stunden lag sie dort und weinte, dann stand sie auf. Der Kanister, der das Trinkwasser enthielt war leer. Sie würde Neues holen müssen.

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