Die Unbeschreiblichkeit des Absurden

Gestern sprach ich mit gescheiten
Menschen über Dinge
die zu klären in der weiten
Tiefe nie gelinge.

Beispielsweise das Absurde
jeder Deutung ferngeblieben
wird nicht, kann nicht, wurde
auch noch nie beschrieben.

Denn dies sei ja g’rad‘ sein Wesen
sich der Klärung zu entziehen
Die Versuche: reine Thesen
schwacher Theorie entliehen.

Allenfalls ließ es sich zeigen.
und selbst Denkgerüsterschaffer
wie die Philosophen neigen
hier zum Mittel der Metapher.

So die These, doch „Moment“
warf ich schüchtern ein:
Wenn man dies „absurd“ schon nennt
kann’s nicht unbeschrieben sein.

Über Brillenränder milde
erst geblinzelt, dann geknurrt:
„Du bist wohl nicht ganz im Bilde
lieber Freund: das ist absurd.“

copyright by harry boldt

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